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Vier Stimmen: Was macht ein gutes Leben aus?
Lesen Sie die vier Aussagen. Ordnen Sie jede Frage der passenden Person zu. Wählen Sie pro Frage genau eine Antwort. Eine Person kann mehrmals vorkommen. Entscheiden Sie nur anhand der Aussagen im Text.
Vier Personen erläutern, welche Rolle Besitz, Wohnen und Konsum in ihrem Alltag spielen. Sie setzen dabei unterschiedliche Schwerpunkte.
Erik
Seit ich neben meiner Arbeit eine Weiterbildung mache, möchte ich meinen Alltag übersichtlich halten. In meiner Wohnung steht deshalb nur, was ich tatsächlich brauche. Zusätzliche Dekoration würde mich eher stören. Meine wenigen Sachen sind mir allerdings wichtig: Den Schreibtisch meines Großvaters würde ich niemals weggeben, und auch meine gut gepflegten Werkzeuge gehören für mich unbedingt dazu. Weniger zu besitzen bedeutet für mich keineswegs, dass Besitz bedeutungslos ist. Für Reisen packe ich nach einer kurzen Liste; alles, was ich dort voraussichtlich nicht brauchen werde, bleibt zu Hause. Selbst für zwei Wochen genügt mir ein kleiner Rucksack. Auch beim Essen habe ich eine feste Regel: Ich esse grundsätzlich kein Fleisch. Dazu habe ich mich aus gesundheitlichen Gründen entschieden.
Katharina
Nach einer anstrengenden Arbeitswoche möchte ich mir etwas gönnen. Besonders freue ich mich über hochwertige Kleidung und neue Möbel; solche Anschaffungen machen meine Wohnung für mich erst richtig angenehm. Wenn Menschen betonen, sie bräuchten kaum etwas, vermute ich dahinter meistens ein knappes Budget. Für mich klingt das eher nach einer notwendigen Einschränkung als nach einer freien Entscheidung, auch wenn andere das anders sehen. Auf Komfort würde ich jedenfalls nur ungern verzichten. Beim Essen lasse ich mich ausschließlich vom Geschmack leiten. Ob ein Gericht teuer, besonders gesund oder umweltfreundlich ist, beeinflusst meine Wahl nicht. Hauptsache, es schmeckt mir. Deshalb probiere ich sowohl Fleischgerichte als auch vegetarische Spezialitäten, ohne mich auf eine bestimmte Ernährungsweise festzulegen.
Fransi
Mir ist gleichgültig, ob Dinge mir gehören. Für mein Wohlbefinden macht es keinen Unterschied, ob ich eine Maschine kaufe, ausleihe oder mit Nachbarn teile. Wichtiger sind mir gemeinsame Erlebnisse und die Folgen meiner Entscheidungen für die Natur. Bevor ich eine Unterkunft buche oder etwas anschaffe, prüfe ich daher möglichst, welche Belastung für Umwelt und Landschaft damit verbunden ist. Ein überzeugendes Umweltkonzept kann den Ausschlag geben. Dabei verbinde ich Naturschutz nicht automatisch mit Verzicht auf Komfort: Einen Aufenthalt in einem sorgfältig geführten Luxushotel kann ich ebenso genießen wie ein Wochenende in einer schlichten Hütte. Beim Essen achte ich auf regionale Zutaten; gelegentlich esse ich auch Fleisch. Entscheidend ist für mich ein bewusster Umgang mit den vorhandenen Ressourcen.
Nils
Mein wichtigster Wohnungswunsch ist keine große Fläche, sondern eine günstige Lage. Weil ich im Schichtdienst arbeite und meinen Vater regelmäßig unterstütze, müssen Arbeitsplatz, Einkaufsmöglichkeiten und seine Wohnung gut erreichbar sein. Für eine passende Lage würde ich deshalb auch eine höhere Miete akzeptieren. Mein Auto erfüllt dagegen eine klar begrenzte Aufgabe: Es bringt mich zuverlässig dorthin, wo ich hinmuss, wenn die Busverbindung nicht ausreicht. Weder die Marke noch die Wirkung auf andere interessieren mich. Sobald die laufenden Reparaturen zu teuer werden, ersetze ich es ohne Bedauern. Bei meiner Musiksammlung wäre das anders: Die möchte ich selbst besitzen und immer verfügbar haben. Auf Reisen nehme ich gerne zusätzliche Bücher mit, obwohl ich am Ende meistens nur eines lese.
1- Wer will nur die wirklich notwendigen Dinge haben?